In einem Jahr, in dem fast nichts so ist, wie in allen anderen, gehen auch die Segeluhren anders: Der NSC hatte zur tatsächlich ersten Regatta des Jahres eingeladen, dem Prof. Hedergott Pokal am 30. August, wo manch eine(r) vielleicht schon beinahe mit dem Gedanken beschäftigt ist, das Boot zu überwintern...
Dennoch – oder vielleicht gerade deswegen?! – konnten die Regattaleiter und Organisatoren Michael und Steve Marvin Hartmann und ein volles Teilnehmerfeld

zur ersten Steuermannsbesprechung um 11.00 Uhr begrüßen:
Acht Dickschiffe und vier Jollen, darunter ein 1er- und ein 3-er Team sowie zwei Jugendteams der Seeteufel mit insgesamt 24 TeilnehmerInnen versammelten sich pünktlich und vollzählig vor dem Clubhaus am See. Auch die drei Jungs von der DLRG Uslar, Dominik, Nils und Stefan, bei denen wir uns nochmals ganz herzlich für ihren Einsatz bedanken möchten, waren angetreten, um die Regatta zu begleiten. Nur einer fehlte – der Wind!

Endlich, gegen 14.00 Uhr, zeigte sich der Windgott den SeglerInnen gnädig, sodass der Start der ersten Wettfahrt auf 14.40 Uhr festgelegt und das Chili con Carne-Essen auf später verlegt wurde – es schmeckte dann auch noch besser und die beiden Köchinnen Annette Zeisberg und Gundi Weyrauch konnten gut verstehen, dass die Crews vor dem Start kein zusätzliches Gewicht in die Boote packen wollten.

Hoch motiviert und mit viel Ehrgeiz gingen die zwölf Boote bei 1-2 Windstärken aus nördlicher Richtung und seltenen, aber seetypisch drehenden Böen mit 3 Windstärken ins Rennen und sorgten für reichlich Action auf dem Wasser der Northeimer Seenplatte, da war im wahrsten Sinne des Wortes der (See-)Teufel los!
Eine glimpflich verlaufene Tonnenkollision, eine famose Aufholjagd der beiden jungen Seeteufelinnen Jule Krüger und Maja Scheithauer und vor allem einige harte Kämpfe an den Tonnen von drei Dickschiffen um die vorderen Positionen prägten den unterhaltsamen Rennverlauf, der nur kurz von einem Schwimmer gestört wurde, der das Schild, dass das 'Blindenschwimmen' wegen der Regatta ausfallen musste, offensichtlich nicht gesehen hatte...

Am Ende hatte das eingespielte 'Familienteam' mit Jürgen und Henryk Wendenburg den Bug vorn, dahinter folgten auf den Rängen 2 und 3 bei den Dickschiffen Martin Fremgen mit Horst Kramer und Jens mit Hans-Hermann Isermann.
Bei den Jollen jubelten die Sieger Henrik Rosenberg und Malte Opfermann, Jule Krüger und Maja Scheithauer auf Platz 2 und der einzige 'Solist' Kim Krüger auf Platz 3 über ihre Podiumsplätze.

Alles in allem ein überaus gelungener Regatta-Auftakt in einem Jahr, wo am Ende dann doch (fast) alles wie in allen anderen war.

Über möglichst viele Teilnehmer beim Absegeln mit Regatta am 04. Oktober 2020 würden wir uns freuen und wünschen Mast- und Schotbruch und immer eine handbreit Wasser unterm Kiel!

 

Text und Fotos: Bea Roth