Am 4. Oktober 2020 hatte der NSC zur – erst zweiten, aber gleichzeitig leider auch schon letzten – Regatta in diesem verrückten Jahr geladen. Und so 'verrückt' wie das ganze Jahr war dann auch die Regatta, denn diesmal gab's von allem viel:
Wind, Wolken, Wetter und Gulaschsuppe! Aber der Reihe nach...

Die Organisatoren Michael und Steve Marvin Hartmann, die wieder die Regattaleitung übernommen hatte, konnten sich über viele Meldungen freuen, insgesamt waren 30 TeilnehmerInnen gemeldet, 29 davon waren am See und

mindestens einmal an den Start gingen 21 SeglerInnen, auf neun Dickschiffen und sieben Jollen.

Die Wettermeldung des Tages lautete: Viel Wetter! Windstärken zwischen 3 und 5 (je nach Position auf dem See), in Böen sogar bei 6, kein Regen bei starker Bewölkung und – ja, auch das klingt verrückt, war aber so – ab und zu ließ sich auch die Sonne mal blicken.

Schon vor dem offiziellen Start gegen Mittag lag der Erste im See, aber wie würde Bernd Inhester jetzt sagen? 'Ist halt Wassersport, da wird man auch mal nass...' – und wenn das und ein bißchen 'Gemüse' am Masttopp das Schlimmste ist, was passiert, ist ja alles gut!

Sodann folgten vier turbulente Wettfahrten mit einem wirklich sehr breit aufgestellten Teilnehmerfeld: Der gerade 8-jährige Flinn Thießen, der in der Woche vor der Regatta erst seinen Jüngstensegelschein gemacht hatte, war zusammen mit Papa Sven-Oskar auf dem Kat der jüngste, Hartwig 'Hatti' Vogt mit sage und schreibe 82 Jahren der älteste Segler im Rennen – entsprechend groß war bei der Siegerehrung die Freude bei Hatti und seinem Steuermann Martin Vieth über 'den Zettel', für den man sich 'so angestrengt' hatte, obwohl es gar keine offizielle Urkunde war.

Diese bekamen schließlich am Ende bei den Dickschiffen der zweite Senior Horst Kramer mit Martin Fremgen, auf den Rängen zwei und drei folgten die Familienteams mit Dirk und Marlene Tuchtfeld sowie Jürgen und Henryk Wendenburg.

Bei den Jollen, die noch mehr als die Dickschiffe mit dem böigen Wind zu kämpfen hatten, platzierten sich Sven-Oskar und Flinn Thießen auf dem 1. Rang, auf Platz 2 landete die unbeirrbare Einzelkämpferin Saskia Heile, die scheinbar nichts aus der Ruhe bringen kann, den verdienten Bronzerang sicherten sich die beiden Seeteufelinnen Jule Krüger und Maja Scheithauer.

Neben Wind, Wolken und Wetter gab's dann erstmal trockene Klamotten, Suppe für alle und – als Fazit des Tages zum Abschluss der gelungenen Absegel-Regatta auch und vor allem von noch etwas anderem richtig viel: Spaß!

Für die herrliche, wärmende Gulaschsuppe natürlich ein ebenso warmes Dankeschön ans Küchenteam (nicht nach Kochkunst, sondern nach Alphabet):
Norbert Becher, Nick Braunroth, Horst Kramer, Sabine Michaelsen und Maggie Walter.
Allerbesten Dank möchten wir auch den Jungs von der DLRG Uslar sagen, die diesmal wirklich alle Hände voll zu tun hatten!

Text und Bilder: Bea Roth

Hier folgt eine kleine Bilderauswahl, alle Fotos für Mitglieder in der Galerie des Mitgliederbereiches.