Mit dem
neuen Clubhaus hat er das größte Bauprojekt in der Geschichte des NSC zur
Vollendung gebracht, am 26. März 2010 kam die Stunde
des
Abschieds: Heiner Falkenhain schied nach 34 Jahren auf eigenen Wunsch aus dem
Vorstand des Northeimer Segelclubs aus. Nach dem er die vergangenen vier Jahre
als Vorsitzender die Geschicke unseres Clubs geleitet hatte, machte er den Weg
frei, sodass die Jahreshauptversammlung seinen bisherigen Stellvertreter,
Joachim Hainsch, zu seinem Nachfolger wählen konnte.
Aber
für Heiner Falkenhain war der Abschied vom NSC-Vorstandsamt kein Abschied vom
Engagement für unseren Club: Nur zwei Tage später setzte er im Rahmen der
Micro-Magic-Regatta am See und im Clubhaus seine Vorbereitungen für das größte
segelsportliche Ereignis, das je am Northeimer Freizeitsee geplant wurde, eine
Ausscheidungsregatta des BMW-Sailingcups mit 80 Sportseglern aus ganz
Deutschland und sechs Renn-Yachten, fort.
Mit
lang anhaltendem Applaus hatten die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung
Falkenhain im städtischen Clubhaus für seine Lebensleistung für den NSC
gedankt. Mit diesem Applaus drückte die Versammlung auch ihre Zustimmung dafür
aus, dass der Vorstand beschlossen hatte, Falkenhain das Ehrenvorstandsamt zu
verleihen. Die Versammlung setzte anschließend noch einen drauf: Auf Antrag von
Joachim Hainsch ernannten die Mitglieder ihren scheidenden Vorsitzenden zu
ihrem Ehrenmitglied. Falkenhains erste Reaktion: „Ich bin überwältigt. So viel
Beifall tut gut.“
In
seinem letzten Jahresbericht als Vorsitzender hatte er der neuen Führungsspitze
unseres Clubs eine Problemlösung als Vermächtnis mit ins Amt gegeben, die ein
hohes Maß an Verhandlungsgeschick und Standhaftigkeit verlangt:Falkenhain schärfte dem Vorstand ein, in
künftigen Verhandlungen mit der Stadt Northeim keiner Lösung zuzustimmen, die
die Stadt aus ihrer finanziellen Verantwortung für den Freizeitsee entlässt.
Der Plan der Stadtverwaltung: Sie möchte im Jahr 2013 den Pachtvertrag für den
Freizeitsee mit der Klosterkammer und dem Kiesabbauunternehmer Oppermann
kündigen. Ein neuer Vertrag soll mit einer Interessengemeinschaft der am See
anliegenden Vereine geschlossen werden. Heiner Falkenhain in seinem
Jahresbericht: „In einer ersten Gesprächsrunde haben wir der Stadt bereits klar
gelegt, dass wir dieser Lösung nicht zustimmen werden“.
Zur
Person:
Heiner
Falkenhain wurde am 14. Januar 1975 Mitglied im Northeimer Segelclub. Er erhielt
die Mitgliedsnummer 10. Im selben Jahr bestand er die Prüfungen zum A-Schein.
Schon ein Jahr später, 1976, zog er in den Vorstand des NSC ein. Zunächst als
Pressesprecher. Die Vorstandsarbeit hinderte ihn nicht, sich als Sportsegler
weiter zu qualifizieren: Auf den BR-Schein im Jahr 1976 folgte der BK-Schein
1978. Seine so erworbenen theoretischen und praktischen Kenntnisse gab er an
seine Segelkameraden weiter: 1978 wurde er BR-Ausbilder, später auch Prüfer des
Deutschen Seglerverbandes (DSV)für Sportbootführerschein-Binnen,
BR-Schein und Sportküstenschifferschein.
Von
1984 bis 2006 folgten lange Jahre als Ausbildungsleiter im NSC-Vorstand.
Gleichzeitig war Falkenhain Initiator und Mitorganisator der See- und Hafenfest
am großen Freizeitsee. 1984 hob er die Clubzeitung „Am Nordhafen“ aus der
Taufe. Die traditionellen Veranstaltungen Glühweinfete und Seglers Flohmarkt
sind ebenfalls auf seine Ideen zurückzuführen.
Von
1990 bis 1992 war er bei drei Törns Skipper auf dem 150-er Seefahrtkreuzer
„Akka“, einem ehemaligen Segelschulschiff der Bundesmarine.
Von
2006 bis 2010 stand Heiner Falkenhain als Vorsitzender an der Spitze des
Northeimer Segelclubs und half an vorderster Stelle, den größten Traum vieler
Clubmitglieder zu verwirklichen: Den Bau eines repräsentativen und
multifunktionellen Clubhauses.
Der
Rest der Jahreshauptversammlung ist schnell erzählt: Einstimmig wurde Joachim
Hainsch zum neuen Vorsitzenden gewählt. Neuer zweiter Vorsitzender wurde nach
ebenfalls einstimmiger Wahl Michael Hartmann. Einstimmig gewählt wurden auch
der neue Hafenmeister Anton Brust und der neue Sportleiter Ben Mörmann.
Einstimmige Wiederwahl gab es für Schriftführer Gerhard Link, Jugendleiter
Jürgen Wendenburg und Webmaster Wolfgang Wedemeier.
Schatzmeister
Hanno Podbielski konnte in seinem Jahresbericht ein positives Geschäftsergebnis
und eine solide Finanzlage unseres Clubs präsentieren. Das bestätigten ihm auch
die Kassenprüfer. Jugendwart Jürgen Wendenburg berichtete von eindrucksvollen
Erfolgen der Jugendgruppe Seeteufel und einem Aktionsprogramm während des
gesamten Jahres. Ausbildungsleiter Rainer Prelle nannte die Ausbildung zum
Sportbootführerschein-binnen den Renner im NSC-Ausbildungsprogramm. Trotz
großer Nachfrage habe die Teilnehmerzahl beim jüngsten Kurs auf 25 begrenzt
werden müssen.
Mit
Mehrheit entschied die Versammlung im weiteren Verlauf der
Jahreshauptversammlung, die Anzahl der zu leistenden Arbeitsstunden für Männer
bei zehn, die der Frauen bei sechs zu belassen. Der Haushaltsplan für das Jahr
2010 wurde einstimmig gebilligt.
Ehrungen:
Zu
Beginn der Jahreshauptversammlung wurden zahlreiche Frauen und Männer für
langjährige Mitgliedschaft und Treue zum NSC geehrt und ausgezeichnet.
25
Jahre dabei sind: Irmhild Börke, Hartmut Hartje, Prof. Dr. Christian Schlegel,
Karla Schultz, Dr. Andreas Krome, Heidemarie Kaudel, Jochen Helbing, Michael
Schönitz, Dr. Birgit Schlegel, Herbert Cuber, Reinhold Klages und Marc
Bickmeier.
Seit
15 Jahren Mitglied sind: Petra Schwill, Gudrun Podbielski, Herbert Rosenkranz,
Kurt Iwanow, Detlef Hoefer, Norbert Schumm, Sebastian Herrmann, Harald Völker,
Rudolf Freese, Ingeborg Bergmann, Eckhard Krösel, Oswald Vogler und Friedrich
Cramer.
Mit
dieser Urkunde wurde Heiner Falkenhain zum Ehren-Vorstandsmitglied des NSC
ernannt.