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Donnerstag, 15 April 2010

Von Hans-Jürgen Fisseler

Mit dem neuen Clubhaus hat er das größte Bauprojekt in der Geschichte des NSC zur Vollendung gebracht, am 26. März 2010 kam die Stunde

des Abschieds: Heiner Falkenhain schied nach 34 Jahren auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand des Northeimer Segelclubs aus. Nach dem er die vergangenen vier Jahre als Vorsitzender die Geschicke unseres Clubs geleitet hatte, machte er den Weg frei, sodass die Jahreshauptversammlung seinen bisherigen Stellvertreter, Joachim Hainsch, zu seinem Nachfolger wählen konnte.

Aber für Heiner Falkenhain war der Abschied vom NSC-Vorstandsamt kein Abschied vom Engagement für unseren Club: Nur zwei Tage später setzte er im Rahmen der Micro-Magic-Regatta am See und im Clubhaus seine Vorbereitungen für das größte segelsportliche Ereignis, das je am Northeimer Freizeitsee geplant wurde, eine Ausscheidungsregatta des BMW-Sailingcups mit 80 Sportseglern aus ganz Deutschland und sechs Renn-Yachten, fort.

Mit lang anhaltendem Applaus hatten die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung Falkenhain im städtischen Clubhaus für seine Lebensleistung für den NSC gedankt. Mit diesem Applaus drückte die Versammlung auch ihre Zustimmung dafür aus, dass der Vorstand beschlossen hatte, Falkenhain das Ehrenvorstandsamt zu verleihen. Die Versammlung setzte anschließend noch einen drauf: Auf Antrag von Joachim Hainsch ernannten die Mitglieder ihren scheidenden Vorsitzenden zu ihrem Ehrenmitglied. Falkenhains erste Reaktion: „Ich bin überwältigt. So viel Beifall tut gut.“

In seinem letzten Jahresbericht als Vorsitzender hatte er der neuen Führungsspitze unseres Clubs eine Problemlösung als Vermächtnis mit ins Amt gegeben, die ein hohes Maß an Verhandlungsgeschick und Standhaftigkeit verlangt: Falkenhain schärfte dem Vorstand ein, in künftigen Verhandlungen mit der Stadt Northeim keiner Lösung zuzustimmen, die die Stadt aus ihrer finanziellen Verantwortung für den Freizeitsee entlässt. Der Plan der Stadtverwaltung: Sie möchte im Jahr 2013 den Pachtvertrag für den Freizeitsee mit der Klosterkammer und dem Kiesabbauunternehmer Oppermann kündigen. Ein neuer Vertrag soll mit einer Interessengemeinschaft der am See anliegenden Vereine geschlossen werden. Heiner Falkenhain in seinem Jahresbericht: „In einer ersten Gesprächsrunde haben wir der Stadt bereits klar gelegt, dass wir dieser Lösung nicht zustimmen werden“.

 

Zur Person:

Heiner Falkenhain wurde am 14. Januar 1975 Mitglied im Northeimer Segelclub. Er erhielt die Mitgliedsnummer 10. Im selben Jahr bestand er die Prüfungen zum A-Schein. Schon ein Jahr später, 1976, zog er in den Vorstand des NSC ein. Zunächst als Pressesprecher. Die Vorstandsarbeit hinderte ihn nicht, sich als Sportsegler weiter zu qualifizieren: Auf den BR-Schein im Jahr 1976 folgte der BK-Schein 1978. Seine so erworbenen theoretischen und praktischen Kenntnisse gab er an seine Segelkameraden weiter: 1978 wurde er BR-Ausbilder, später auch Prüfer des Deutschen Seglerverbandes (DSV) für Sportbootführerschein-Binnen, BR-Schein und Sportküstenschifferschein.

Von 1984 bis 2006 folgten lange Jahre als Ausbildungsleiter im NSC-Vorstand. Gleichzeitig war Falkenhain Initiator und Mitorganisator der See- und Hafenfest am großen Freizeitsee. 1984 hob er die Clubzeitung „Am Nordhafen“ aus der Taufe. Die traditionellen Veranstaltungen Glühweinfete und Seglers Flohmarkt sind ebenfalls auf seine Ideen zurückzuführen.

Von 1990 bis 1992 war er bei drei Törns Skipper auf dem 150-er Seefahrtkreuzer „Akka“, einem ehemaligen Segelschulschiff der Bundesmarine.

Von 2006 bis 2010 stand Heiner Falkenhain als Vorsitzender an der Spitze des Northeimer Segelclubs und half an vorderster Stelle, den größten Traum vieler Clubmitglieder zu verwirklichen: Den Bau eines repräsentativen und multifunktionellen Clubhauses.

 

 

Der Rest der Jahreshauptversammlung ist schnell erzählt: Einstimmig wurde Joachim Hainsch zum neuen Vorsitzenden gewählt. Neuer zweiter Vorsitzender wurde nach ebenfalls einstimmiger Wahl Michael Hartmann. Einstimmig gewählt wurden auch der neue Hafenmeister Anton Brust und der neue Sportleiter Ben Mörmann. Einstimmige Wiederwahl gab es für Schriftführer Gerhard Link, Jugendleiter Jürgen Wendenburg und Webmaster Wolfgang Wedemeier.

Schatzmeister Hanno Podbielski konnte in seinem Jahresbericht ein positives Geschäftsergebnis und eine solide Finanzlage unseres Clubs präsentieren. Das bestätigten ihm auch die Kassenprüfer. Jugendwart Jürgen Wendenburg berichtete von eindrucksvollen Erfolgen der Jugendgruppe Seeteufel und einem Aktionsprogramm während des gesamten Jahres. Ausbildungsleiter Rainer Prelle nannte die Ausbildung zum Sportbootführerschein-binnen den Renner im NSC-Ausbildungsprogramm. Trotz großer Nachfrage habe die Teilnehmerzahl beim jüngsten Kurs auf 25 begrenzt werden müssen.

Mit Mehrheit entschied die Versammlung im weiteren Verlauf der Jahreshauptversammlung, die Anzahl der zu leistenden Arbeitsstunden für Männer bei zehn, die der Frauen bei sechs zu belassen. Der Haushaltsplan für das Jahr 2010 wurde einstimmig gebilligt.

 

Ehrungen:

Zu Beginn der Jahreshauptversammlung wurden zahlreiche Frauen und Männer für langjährige Mitgliedschaft und Treue zum NSC geehrt und ausgezeichnet.

25 Jahre dabei sind: Irmhild Börke, Hartmut Hartje, Prof. Dr. Christian Schlegel, Karla Schultz, Dr. Andreas Krome, Heidemarie Kaudel, Jochen Helbing, Michael Schönitz, Dr. Birgit Schlegel, Herbert Cuber, Reinhold Klages und Marc Bickmeier.

Seit 15 Jahren Mitglied sind: Petra Schwill, Gudrun Podbielski, Herbert Rosenkranz, Kurt Iwanow, Detlef Hoefer, Norbert Schumm, Sebastian Herrmann, Harald Völker, Rudolf Freese, Ingeborg Bergmann, Eckhard Krösel, Oswald Vogler und Friedrich Cramer.

 


Mit dieser Urkunde wurde Heiner Falkenhain zum Ehren-Vorstandsmitglied des NSC ernannt.

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