Bericht zu den Wettfahrten der Er&Sie-Regatta 2010
Geschrieben von Administrator
Dienstag, 08 Juni 2010
„Sunshine, shunshine Reggae“ ... so ertönte es aus
dem Lautsprecher einer Yacht, als diese im Lauf am Start-/Zielschiff
vorbeisegelte. Und gestimmt hat es! Welch ein schönes Wochenende für die
Regattasegler und Zuschauer auf Ihren Bänken, am Strand oder
Clubhaus und auch Tretbooten, mit denen es zu keiner Zeit Probleme gab und sich
am äußersten Rand für das Geschehen interessierten. Das Segelfeld war für viele
wohl ein Hingucker – kein Wunder auf dem Wasser hinter einem Segeltuch ist es
ja auch am schönsten bei so einem Wetter.
Bei den Wettfahrten der „Er- und Sie-Regatta“ und
gleichzeitig Läufe 3 und 4 der Vereinsmeisterschaft genossen alle Besatzungen
der knapp 14 Boote und Gäste den strahlenden Sonnenschein bei 30 Grad. Der
Start wurde wegen zu wenig Wind von 11:00 Uhr auf 14:00 Uhr verlegt. Kurzer
Hand (Segler sind halt unkompliziert) wurde das Grillen vorverlegt und somit
sich gemeinsam auf die anstehenden Wettfahrten eingestimmt. Schon im Vorfeld
war es eine gute Stimmung und so lies auch der Wind nicht länger auf sich
warten. Mit mäßigen 1-2 Windstärken aus südlicher Richtung fanden sich Jollen
und Yachten zum Start in einer Klasse an der Startlinie ein. Der
Wettfahrtleitung Norbert Kaudel und Ben Möhrmann so wieden Schiedsrichtern Harald Völker und Michael
Hartmann bot sich ein anspruchsvoller Wettkampf um die besten Platze und
Idealkurs zur Luv-Tonne. Es gab keine Frühstarter.
Es starteten überwiegend „ER & SIE“ aufderen Jollen und Yachten um den Wanderpokal
mit nach Hause nehmen zu dürfen - aber auch einige Einhänder und reine
Männerteams um Punkte für die Vereinsmeisterschaft zu sammeln.
Die Regatta wurde auf einem sog. Up-and-Down-Kurs besegelt,
der wie beim BMW-Cup nur eine kurze Segelzeit und von den Seglern taktisches
Wissen und höchste Konzentration abverlangt. Alle Starts verliefen reibungslos
mit Beflaggung „P“. Gesegelt wurde zweimal Bahn „2“ und einmal Bahn „3“.
Dieschnellste Segelzeit dauerte nur
19:43 MM/S.
Alle Läufe wurden in Folge gesegelt, da die einzelnen Boote
nur mit wenigen Minuten Abstand ins Ziel kamen. Teilweise nur mit wenigen
Sekunden unterschied, so dass hier die Yardstickzahl entscheidend war.
Die Schiedsrichter hattenin den Wettfahrten nur dreimal, bei Tonnenberührungen und Raumverstöße
im Tonnenraum, aktiv werden müssen. Die Segler akzeptierten ihre Strafen und
bereinigten sich umgehend – Fairness –trotz Winddreher- war oberstes Gebot und
so sahen es auch die „Beschuldigten“. Im Lee-Tor waren interessante Manöver zu
beobachten. Während einige sich auf die linke Tonne mit zu diesem Zeitpunkt
gutem Windfeld konzentrierten, nutzen einige die dann freie Tonne rechts und
machten so wichtige Zeit gut, da diese freien Tonnenraum mit plötzlich besserem
Windfeld hatte. Dann wurde gegen den Wind wieder Richtung Süden Kurs genommen
und die Entscheidung lag für die Segler zwischen den Fallwinden am Ufer oder
direkte Kreuz mit Hoffnung auf ein paar kräftige Böen. So entschied sich das
Rennen aus mehreren Gesichtspunkten: Wetterkunde – wo und wann kommt die
nächste Brise, wer nimmt mir an den Tonnen den Wind, Trimmen bei Leichtwind und
vom Startplatz mit Windloch gut wegzukommen. Glücklicherweise waren auch Böen
in 2-3 Bft. zu verzeichnen, die dann das Feld sortierten und jedem die
Möglichkeit zum Aufholen boten. Das Team der Sail-Art 18 musste während der
Läufe sogar ihr Vorsegel reparieren und fielen damit um einige Plätze zurück.
Sie hatten das Boot erst einen Tag zuvor gewassert und die Regatta gleich zur
Jungfernfahrt genutzt.
Gratulieren dürfen wir dem Team Kramer/Walter, die auf Ihrem
Vollholz-Piraten den Platz 1 für sich verbuchen dürfen. Dicht gefolgt vom
überzeugendem Team Udo und Heike Klaproth – sie segelten auf Ihrer Yacht auf
dem Platz 2 noch vor Leif und Lilia Horak, Platz 3, auf dem Tasar.
Der auch noch ehrenvolle 4. Platz ging an Hatti Vogt und
Ulrike Zinsinger. Platz 5 ersegelten sich Bernd Kaudel und Bettina Belan vor
Joachim und Merit Bekedorf auf dem Platz 6. Auf dem 7.Platz landete die Team
Karoline Teichmann mit Vorschoter Jochen Hilchenbach. Mario Weidemann und die
jüngste Vorschoterin Lisa Weidemann sicherten sich den Platz 8.
Bester Einhandsegler war die Laser von Steve Hartmann vor
Carsten Kretschmar. Gefolgt Bernd Inhester mit der niedrigsten Yardstickzahl
auf seinem 470er und Lorenz Zinsinger auf seinem Piraten – beide ohne
Vorschoter.
Das einzige Männer-Team Rainer Dittert und Jürgen Hesse,
welche am Wochenende eigentlich ein Boot im Ausland kaufen wollten, ist sogar
morgens um 3 Uhr aus den Niederlanden wieder direkt nach Northeim gefahren, nur
um dabei sein zu können. Hut ab ! Denn in der Wertung zur Vereinsmeisterschaft
ersegelte sich das Team den Platz 4.
Nach der Siegerehrung saßen alle noch bei einem kühlen
Getränk ( Dank an den spontanen Clubhausdienst) beieinander und erzählten den
Zuschauern und Mitstreitern von den erlebten Wettfahrten - insgesamt war es ein
schöner Tag mit viel Spaß, tollem Wetter und Segelsport.